Pferdetrensen – Historie und regionale Unterschiede
Woher kommt es eigentlich, dass man die Pferde über das Maul lenkt? Dass man ihnen ein Gebiss zwischen die Zähne schiebt, an welchem zwei Zügel befestigt sind, mit denen man das Pferd halten und treiben, nach links und rechts dirigieren kann?
Nun, die Ursprünge der Pferdetrensen reichen sehr weit zurück – wann genau sie zum allerersten Mal benutzt wurden, das ist gar nicht so sicher. Fest steht, dass bereits die Menschen der Bronzezeit Metallstangen zwischen die Zähne ihrer Pferde steckten, an denen sie Leinen befestigten.
Geschichte der Pferdetrense
Allerdings weiß man nicht, ob denn die Menschen nicht auch schon in der Steinzeit erste Trensen benutzten. Lederriemen, welche durch das Maul der Pferde führten.
Eine weitere Möglichkeit, welche für diese Zeit in Betracht gezogen wird, ist der Einsatz von Knochen als Trensen. Ein Knochen von erlegtem Vieh soll dem Pferd dabei durchs Maul geführt worden sein.
Fest steht: die Trense wurde zum Erfolgsmodell. Schnell verbreitete sie sich überall auf der Welt. Die alten Griechen und vor allem die Römer benutzten bereits echte Pracht-Trensen. Diese waren mittlerweile aus Eisen hergestellt und wirkten durch große Anzüge sehr stark auf das Pferdemaul ein.
Doch genau dies war auch nötig, wenn die Pferde im Kriegseinsatz waren, wie dies bei den Römern häufig der Fall war. Und über die Jahrhunderte blieb es so. Die Trensen, auf welche meist geritten wurde, waren damals Kandaren – zumindest beim Militär und bei Herrschern. Beim einfachen Volk wurde dagegen das Stangengebiss verwendet. Dieses ist heute noch im Westernstil das beliebteste Gebiss.
Die ganz normale gebrochene Trense wurde hergestellt aus zwei ineinander verflochtenen Metallteilen und war auch sehr früh im Gebrauch. Ebenfalls gab es damals sehr häufig Trensen, die aus zwei ineinander gedrehten Metallteilen bestanden. Diese waren einfach herzustellen, wirkten aber extrem scharf im Maul. Bei den afghanischen Reiterspielen sind diese Trensen heute immer noch in Gebrauch.
Auch sieht man heute immer wieder bei Shows und Veranstaltungen Barocke Trensen. Lange, verschnörkelt-verzierte Anzüge sind ihr Markenzeichen. Allerdings waren sie in dieser prachtvollen Epoche wohl noch aufwändiger und größer. Dies kann man auf den Bildern der großen damaligen Rittmeister bewundern.